Eine zusätzliche Wärmedämmung im Zuge einer Gebäudesanierung ist nicht nur optisch eine Aufwertung des Gebäudes, sondern hilft, die Verbrauchskosten drastisch zu senken. Haben sich diese Kosten in den 1990er-Jahren noch um die 1.000 DM bewegt, ist im Jahr 2011 eine Verdreifachung festzustellen. Ein durchschnittlicher Haushalt muss jährlich etwa 1.600 Euro an Energiekosten aufbringen. Wenn eine gute Wärmedämmung der Hauswand vorgenommen wird, können sich diese Kosten im günstigsten Fall bis zu 70 % senken lassen.
Als die besten Dämmstoffe gelten die Stoffe aus erneuerbaren Rohstoffen. Sie haben eine hohe Wärmespeicherfähigkeit und geben die tagsüber aufgenommene Wärme zeitverzögert in den Nachtstunden wieder ab. Dies verhindert eine Überhitzung des Materials. Hanf, Zelluloseflocken oder Holzfaserdämmstoffen wird diese Fähigkeit stärker zugesprochen als Dämmstoffen auf Erdölbasis. Ein weiterer Faktor, der beim Nachrüsten mit Dämmstoffen beachtet werden sollte, ist das Brandverhalten, nicht nur vom Dämmstoff, sondern auch von den verwendeten Klebern oder Beschichtungen. Die verwendeten Materialien haben in jedem Fall die Richtlinien der Landesbauverordnungen zu erfüllen.
